{"id":132,"date":"2019-07-27T18:00:53","date_gmt":"2019-07-27T18:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastianus-balkhausen.de\/?page_id=132"},"modified":"2019-07-27T18:00:53","modified_gmt":"2019-07-27T18:00:53","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sebastianus-balkhausen.de\/?page_id=132","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-133\" src=\"http:\/\/sebastianus-balkhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19xxFotohistorie-300x216.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/sebastianus-balkhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19xxFotohistorie-300x216.jpg 300w, https:\/\/sebastianus-balkhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19xxFotohistorie.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/p>\n<p>Der Ursprung der St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Balkhausen-T\u00fcrnich l\u00e4sst sich in unserer Heimat bis ins 15. Jahrhundert hinein nachweisen. In alten Flurkarten erscheint in einer Wiesengemarkung s\u00fcdwestlich des Schlosses T\u00fcrnich der Name (K\u00f6nigsbenden), und damit sind Wiesenteile benannt, aus deren Ertr\u00e4gnissen die jeweiligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige einen Zuschuss zu den Kosten der K\u00f6nigsw\u00fcrde erhielten. So muss also schon im Mittelalter in unserer Heimat eine Sch\u00fctzenbruderschaft bestanden haben.<\/p>\n<p>Sch\u00fctzenbruderschaft, das Wort in seiner urspr\u00fcnglichen Bedeutung war eine Schutzgemeinschaft, Schutz von Heimat, Herd und Hof war allzeit Aufgabe der Sch\u00fctzenbruderschaften. In diesem Gedanken fanden sich im Mittelalter alle St\u00e4nde des Volkes zusammen. Wenn es galt, die Heimat zu sch\u00fctzen, griff der Bauer zu seinem Arbeitsger\u00e4t, dem Beil, der Harke oder dem Dreschflegel, um sich gegen die wilden und pl\u00fcndernden Horden zu sch\u00fctzen. Konnte er aber der \u00dcbermacht nicht widerstehen, floh er in den Schutz der benachbarten Burg. Dann hie\u00df es f\u00fcr jeden wehrhaften Mann: \u201eImmer bereit sein zur Verteidigung und Gegenwehr.&#8220; Diese Schutzbereitschaft f\u00fchrte beherzte M\u00e4nner zur Schutzgemeinschaft zusammen und konnte sie wohl ein besseres Bild auf ihre Fahne heften, als das des hl. K\u00e4mpfers und Soldaten Sebastianus. So war es auch bei uns in den Jahren des 17. und 18. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Bis zum Jahre 1903 hat hier eine Sch\u00fctzengesellschaft bestanden, deren Pr\u00e4sident Herr Graf Berghe von Trips auf Burg Hemmersbach war, und noch 205 Mitglieder z\u00e4hlte, was aus einem Festbuch der Sch\u00fctzenbruderschaft Z\u00fclpich, welches \u00fcber 100 Jahre zur\u00fcckliegt, zu ersehen ist. Der letzte Offizier war Landwirt Christian M\u00f6ltgen (in Alt Balkhausen), Wegscheite sp\u00e4ter Schulstra\u00dfe genannt. Der letzte Adjutant war Friedrich Wilhelm Natzheim, Gastwirt und Landwirt, T\u00fcrnich, Breitestra\u00dfe. Aus welchen Gr\u00fcnden die Gesellschaft damals ihre T\u00e4tigkeit einstellte, l\u00e4sst sich urkundlich nicht mehr nachweisen.<\/p>\n<p>So war es also gewisserma\u00dfen die Fortf\u00fchrung bzw. Neubelebung einer vor\u00fcbergehend ruhenden Tradition, als sich am 27. Juli 1923 M\u00e4nner im Gasthaus Baumann in Alt Balkhausen zur Neugr\u00fcndung der Sch\u00fctzengesellschaft zusammenfanden. Schon die Gr\u00fcndungsversammlung, die von ca. 50 M\u00e4nnern besucht war, lie\u00df erkennen, dass der Gedanke zur Neubelebung der Sch\u00fctzengesellschaft tief im Volke verankert war. Man w\u00e4hlte einen Vorstand bestehend aus dem I. Vorsitzenden Wilhelm Wolf, dem II. Vorsitzenden Martin Reimer und dem Kommandanten Ludwig Reimer.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wurde mit der Beschaffung von Uniformen und B\u00fcchsen begonnen. Bereits am 20. Januar 1924 weihte man die Sch\u00fctzenfahne. Getreu ihrer Aufgabe nahm die Gesellschaft regen Anteil am Leben und Geschehen der Kirche bei Prozessionen, Bischofsbesuchen etc. Doch noch fehlte ein Schie\u00dfstand. Opfersinn und Arbeitskraft der Sch\u00fctzen lie\u00df ihn noch in demselben Jahre entstehen, so dass im August 1924 anl\u00e4sslich der Kirmes das erste Sch\u00fctzenfest steigen und die K\u00f6nigsw\u00fcrde an einem Stand ausgeschossen werden konnte. Erster Sch\u00fctzenk\u00f6nig wurde Martin Reimer. Die Mitgliederzahl wuchs und bei der Bev\u00f6lkerung stand die Gesellschaft in gutem Ansehen.<\/p>\n<p>J\u00e4h wurden 1939 mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges Arbeit und Bestand der Sch\u00fctzengesellschaft zerst\u00f6rt. Uniformen, B\u00fcchsen und Munition mussten abgegeben werden. Zahlreiche Mitglieder wurden eingezogen, alles was m\u00fchsam aufgebaut worden war, zerfloss im Nichts. So standen wir denn 1945 genau da, wo wir 1923 begonnen hatten.<\/p>\n<p>Doch wie hei\u00dft es so sch\u00f6n \u201eNeues Leben bl\u00fcht aus den Ruinen&#8220;. Diesmal war es Matthias Mock, der am 13. M\u00e4rz 1948 mit einer kleinen Schar alter \u201eSebastianer&#8220; die Arbeit wieder aufnahm und die Bruderschaft mit neuem Leben erf\u00fcllte. Im gleichen Jahre noch, gr\u00fcndete man auch eine Jungsch\u00fctzenabteilung, die aus 14 Jungsch\u00fctzen bestand und flei\u00dfig das Fahnenschwenken erlernten. Leider musste Matthias Mock schon nach zwei Jahren aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden das Amt des I. Vorsitzenden niederlegen. Sein Nachfolger wurde Ludwig Reimer. Dank der unerm\u00fcdlichen Arbeit des Vorstandes und der Sch\u00fctzen hatten sich 1950 schon 80 Mitglieder der Bruderschaft angeschlossen.<\/p>\n<p>Von 1951 bis zu seinem Tot 1985 stand die Bruderschaft unter dem Protektorat des Herrn Reichsgrafen und Marquis Eugen von und zu Hoensbroech der im Sch\u00fctzenjahr 1953\/1954 auch K\u00f6nig der St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft war.<\/p>\n<p>Von 1955 bis 1957 waren Heinrich Knepper und von 1957 bis 1962 Albert Faas die 1. Vorsitzenden der Sch\u00fctzenbruderschaft. Von dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung Ende der f\u00fcnfziger Jahre profitierten auch die Sch\u00fctzen durch stetigen Anstieg der Mitglieder. So konnte aufgrund der Eigeninitiative vieler junger Sch\u00fctzenbr\u00fcder und F\u00f6rdermitglieder einen eigenen Sport und Sch\u00fctzenst\u00e4tte gebaut werden.<\/p>\n<p>Bis 1962 wurden alle Feste im und am Saale Schneider in Balkhausen gefeiert. 1963 wurde, unter dem neuen 1. Vorsitzenden Peter K\u00f6llen, zum ersten Mal das Sch\u00fctzenfest auf dem jetzigen Gel\u00e4nde gefeiert und die Majest\u00e4ten auf dem neuen Hochstand ausgeschossen.<\/p>\n<p>1970 \u00fcbernahm Peter Kl\u00fctsch senior das Amt des 1. Vorsitzenden zu diesem Zeitpunkt bestand die Bruderschaft aus ca. 30 aktiven Sch\u00fctzen, 20 Jung- und Sch\u00fclersch\u00fctzen und 70 inaktiven F\u00f6rdermitgliedern. Das Verh\u00e4ltnis zu anderen Dorfvereinen wurde intensiver man unterst\u00fctzte und besuchte sich gegenseitig zu den Festen. Und so konnte man 1983 unter der Schirmherrschaft von Peter Ganser das 400. j\u00e4hrige Jubil\u00e4um gro\u00df feiern.<\/p>\n<p>Immer wieder wurden Verbesserungen und Erweiterungen am Sch\u00fctzenheim vorgenommen. So wurde 1976 eine neue \u00dcberdachung mit Gr\u00fcnanlage und Parkplatz fertig gestellt. Im Jahre 1979 erbauten die Sch\u00fctzen ihr kleines Heim mit Jugendheim und 6 Luftgewehrbahnen, die 1981 eingeweiht wurden. Die 4 Kleinkaliberbahnen wurden \u00fcberdacht und der gro\u00dfe Sch\u00fctzensaal wurde komplett von au\u00dfen und innen renoviert. Im Jahre 1997 kam die letzte Umbauma\u00dfnahme, der gro\u00dfe Sch\u00fctzensaal wurde vergr\u00f6\u00dfert, Toilettenanlagen angebaut, ein gro\u00dfer K\u00fchlraum im Keller und eine Hausmeisterwohnung wurden in Eigenregie gebaut. 1999 war auch diese Bauma\u00dfnahme durch die Hilfe von fast allen aktiven aber auch sehr vielen F\u00f6rdermitgliedern, G\u00f6nnern und Freunden abgeschlossen. In den letzten Jahren wurde eine Musikb\u00fchne gebaut und die Schiessanlagen mit Hochstand gem\u00e4\u00df den neuen Vorschriften ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Nach dem Tot von Peter Kl\u00fctsch senior wurde im Jahre 2002 der Vorstand verj\u00fcngt und Peter Kl\u00fctsch junior in das Amt zum 1. Vorsitzenden gew\u00e4hlt, 2014 wurde dieses Amt von Franz Hermann \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Einer Ende der neunziger Jahre folgenden Initiative \u201eSch\u00fctzen helfen&#8220; werden allj\u00e4hrlich Spenden f\u00fcr einen guten Zweck gesammelt. Sie kommen ortsans\u00e4ssigen Vereinen, Kinderg\u00e4rten, Kircheneinrichtungen oder sonstigen Bed\u00fcrftigen zugute.<\/p>\n<p>Der Umsicht und der Arbeit aller Mitglieder aber auch der Unterst\u00fctzung von Freunden, anderer Ortsvereine und Bruderschaften ist es zu verdanken, dass der Verein auf seine gute Vergangenheit zur\u00fcckblicken kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ursprung der St. Sebastianus Sch\u00fctzenbruderschaft Balkhausen-T\u00fcrnich l\u00e4sst sich in unserer Heimat bis ins 15. Jahrhundert hinein nachweisen. 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